Bereits im Jahre 1972 wurde am 27. November eine Feldpostorganisations und eine Feldpostbetriebsvorschrift erlassen. Bis zur Änderung der Dienstvorschrift im August 1974, war für die Beförderung von Standardbriefen und Postkarten der Feldpost eine Zulassungsmarke der Feldpost vorgesehen.
Mit der Heeresübung "Leuchtendes Morgenrot" begann man 1982 die Feldpostversorgung erstmals zu üben, bis 1990 folg- ten weitere Feldpostübungen im Inland. Von 1993 bis 1995 übte die Luftwaffe die Feldpost- versorgung im Ausland. Zum letzten Mal wurde die Feldpostversorgung bei der Übung "Cobra '97" durch das Eurokorps 1997 in Spanien geprobt.
Die Einsätze der Feldpost in der Bundeswehr begannen in den 80er Jahren, als Pioniere beim Einsatz anläßlich der Erdbeben-katastrophe in Neapel eingesetzt wurden. Es fiel auf, dass es keine Feldpostvostverbindung gab.
Ihre erste Bewährungsprobe erlebte die Feldpost 1992. Eine Sanitätseinheit war im Rahmen einer UNO-Mission nach Kam-bodscha verlegt worden. Später folgten u.a. Einsätze in Somalia, Mazedonien, Bosnien, Kosovo, Usbekistan, Georgien, Kongo, Afghanistan.
Noch im Kalten Krieg gegründet, veränderte sich die Feldpost so weit, dass sie heute in Rekordzeit neue Feldpostämter eröffnen kann.
Im Bereich der Marine wird die Feldpostversorgung nicht über die Feldpoststelle in Darmstadt durchgeführt, sondern über die Flottillen, die die Post sammeln und an die einzelnen Einheiten im Operationsgebiet weiterleitet. Post Richtung Heimat wird mit Kurier zu den Flottillen oder aber durch die örtlichen Postämter in den Häfen abgewickelt.